Getan
Baustellenbericht


Badenerstrasse Zürich, Inlinersanierung

04.11.2019

Die Badenerstrasse ist eine der Stadtzürcher Hauptverkehrsachsen und verbindet die westlichen Vororte Schlieren und Altstetten mit dem Stadtzentrum. Die Badenerstrasse endet an der Sihl, nahe dem Hauptbahnhof. Befahren wird sie nebst dem motorisierten Verkehr von Bussen und Trams.

Im Auftrag von ERZ Entsorgung + Recycling Zürich durften wir im Herbst 2019 ein Teilstück der öffentlichen Kanalisation in der Badenerstrasse mittels Inliner sanieren. Der rund 300 m lange Abschnitt zwischen der Langstrasse und der Birmensdorferstrasse befindet sich im Bereich des Zürcher Bezirksgerichts.

Die starke Verkehrsbelastung war eine der Herausforderungen dieser Baustelle. Infolgedessen führten wir den grössten Teil der Arbeiten nachts aus. Zusätzlich regelte ein Verkehrsdienst den Verkehr. Ebenfalls als schwierig erwies sich die Wasserhaltung der angrenzenden Liegenschaften. Die meisten davon beherbergen eine Vielzahl von Geschäften und Wohnungen. Viele der Gebäude weisen keine Kontrollschächte auf oder sie befinden sich im Gebäudeinneren. Folglich wurden zahlreiche Pläne konsultiert und etliche Besprechungen mit Anwohnern abgehalten. Teilweise mussten wir das Abwasser von Kellern durch offene Türen oder Fenster in andere Schächte pumpen. Ein Sicherheitsdienst bewachte währenddessen die offenen Eingänge. Schliesslich zahlte sich der Aufwand aus, es gab zu keiner Zeit Probleme durch Rückstau.

Die insgesamt sechs Haltungen waren ursprünglich aus hydraulischen Gründen als Eiprofil gebaut worden und zum Sanierungszeitpunkt bereits über 90-jährig.

Die Nennweiten betrugen von 600/900 mm bis 900/1350 mm. Wir sanierten die Eiprofilleitungen in vier Etappen mittels GFKLinern, die mit UV-Licht ausgehärtet wurden. Eine Besonderheit war der Linereinbau mithilfe einer gemieteten Einbauhilfe (Faltmaschine). Diese hat den Einzug des rund 120 m langen und neun Tonnen schweren Inlinerschlauches ermöglicht, ohne dass wir die Konusse der Schächte entfernen mussten. Nebenbei mussten unsere Mitarbeiter nur einen Bruchteil der Faltarbeiten ausführen und wurden somit körperlich geschont.

Eine weitere Besonderheit war die Vorgabe des ERZ, die Lineranbindung in den Schächten und bei Anschlussleitungen mittels dauerelastischem Epoxidmörtel zu verputzen. In den Schächten erstellten oder versetzten wir zudem Trittnischen und verputzten diese ebenfalls mit Epoxidmörtel. Der Rest der Schachtbauwerke wurde, wo nötig, saniert und mit neuen Armaturen ausgerüstet.